Wettbewerb „Bäuerin als Unternehmerin des Jahres 2025 – immer am Puls der Zeit“

Staatsministerin Michaela Kaniber hat am 15. Mai 2025 „Bäuerinnen als Unternehmerinnen des Jahres 2025“ ausgezeichnet. Unter dem Motto „Immer am Puls der Zeit“ wurden landwirtschaftliche Unternehmerinnen prämiert, die zukunftsorientiert und kundenfokussiert ihre Betriebe führen. Die ausgezeichneten Bäuerinnen spüren Trends auf und reagieren flexibel auf neue Anforderungen. Einen Sonderpreis 2025 erhielten Bäuerinnen, die mit ihrem Urlaubsbauernhof nachhaltig erfolgreich sind. Diese Urlaubshöfe sind ein wichtiger Baustein in unserer Tourismuslandschaft.

Unsere Bäuerinnen als Unternehmerinnen des Jahres sind

  • Vorbilder für bäuerliche Unternehmerinnen,
  • wirtschaftlich erfolgreich,
  • innovativ und unternehmerisch aktiv,
  • strukturpolitisch handelnd.

Pressemitteilung: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zeichnet Bäuerinnen als Unternehmerinnen des Jahres 2025 aus 

Staatsehrenpreis und Sonderpreis für die Unternehmerinnen des Jahres 2025

Alle Fotos von der Veranstaltung: Tobias Hase/StMELF, Abdruck honorarfrei

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https://www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/erwerbskombination/baeuerin-als-unternehmerin-des-jahres/index.html

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Mehr als nur Betreuung: neuer Bauernhofkindergarten im Ries

Draußen spielen, Gemüse anbauen, Tiere versorgen: So sieht ab sofort der Alltag einer neuen Kindergartengruppe in Reimlingen im Nördlinger Ries aus. Die Jungen und Mädchen sind die ersten, die im neuen Bauernhofkindergarten betreut werden.

Ein Beitrag von BR24

23 Kinder können im neuen Bauernhofkindergarten in Reimlingen im Landkreis Donau-Ries betreut werden. Den ersten Kindergartentag hatten die Jungen und Mädchen am Donnerstag. 23 Kinder waren es zum Start noch nicht: Laut Betreiberin Daniela Golder-Eisenbarth sind noch wenige Kindergartenplätze frei, die Gruppe kann also noch wachsen.

Auf dem Bauernhof Kompetenz fürs Leben lernen

Das pädagogische Konzept des Bauernhofkindergartens am Reimlinger Ortsrand sieht vor, dass die Jungen und Mädchen die meiste Zeit draußen verbringen. Über allem steht der Leitsatz „Kompetenz fürs Leben“, den Betreiberin Golder-Eisenbarth der Einrichtung gegeben hat. Die Kinder sollen viel für ihr späteres Leben mitnehmen. Zum Beispiel säen, pflanzen und ernten sie Gemüse im Garten des Bauernhofs. Wer will, kann dann in kleinen Gruppen auch beim Kochen mithelfen und aus dem selbst angebauten Gemüse Speisen zubereiten.

Hasen, Hühner und Schafe gehören zum Kindergartenalltag

Täglich gibt es außerdem eine Hofrunde, bei der die Mädchen und Jungen lernen, wie sie Hasen, Hühner und Schafe versorgen. „Sie sehen auch, wie die Kälber auf die Welt kommen“, erzählt Golder-Eisenbarth. Auf dem Bauernhof gibt es nämlich auch eine Mutterkuhherde mit mehr als 60 Galloway-Rindern. Auch eine kleine Schreinerwerkstatt gehört zum Hof. Dort können die Jungen und Mädchen zum Beispiel mit kindersicheren Sägen Äste aus dem Wald bearbeiten und daraus ein Windspiel basteln. So werde die Feinmotorik und das handwerkliche Geschick gefördert. Bei all diesen Aktivitäten werden die Kinder von einer Erzieherin, einem Erzieher und einer Berufspraktikantin betreut.

Innenräume in umgebautem Stadel

Vor der Eröffnung des Bauernhofkindergartens lag eine lange Planungs- und Bauphase. Bei Betreiberin Daniela-Golder-Eisenbarth und ihrem Mann Stefan Eisenbarth kam bereits vor einigen Jahren der Wunsch auf, ihren Bauernhof am Rande von Reimlingen effektiver zu nutzen. „Wir wollten nicht noch mehr Tiere und keine Massentierhaltung. Darum hatten wir die Idee, mehr in die soziale Richtung zu gehen“, blickt Golder-Eisenbarth zurück. Sie selbst ist gelernte Krankenschwester und Tagesmutter: So war die Idee des Bauernhofkindergartens schnell geboren. In der Folge baute die Familie einen 100 Jahre alten Stadel auf dem Hof um. Im Erdgeschoss ist nun auf 180 Quadratmetern Platz für die Kindergartenkinder. Dort werde immer gemeinsam gefrühstückt, gebastelt und musiziert, so die Betreiberin.

Positive Resonanz auf Bauernhofkindergarten

Bauernhofkindergärten sind Golder-Eisenbarth zufolge im Norden Deutschlands stärker verbreitet als im Süden. Das Konzept wurde aber auch in Nordschwaben sehr gut aufgenommen: Die Regierung von Schwaben, die Stadt Nördlingen und die Gemeinde Reimlingen förderten den Kindergarten-Bau mit mehreren Hunderttausend Euro. Aber auch Golder-Eisenbarth und ihr Ehemann investierten viel Geld. Doch die viele Arbeit und der Aufwand hätten sich gelohnt, meint Golder-Eisenbarth. Wegen der staatlichen Förderung ist der Bau mit vielen Auflagen verbunden: So muss das Gebäude 25 Jahre lang zweckgebunden als Kindergarten genutzt werden.

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Author: Veronika Scheidl

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